Altarweihe

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Altar neu geweiht

Innenrenovierung mit feierlichem Weihegottesdienst abgeschlossen

Mit einem beeindruckendem mehr als zweistündigem Festgottesdienst haben die Renovierungsarbeiten in der Stadtsteinacher Stadtpfarrkirche Sankt Michael am Sonntag Vormittag ihren würdigen Abschluss gefunden. Der Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick segnete dabei den neuen Ambo und weihte den Volksaltar, der vom Nürnberger Bildhauer Volkmar Kramer gestaltet wurde.

Dem Festgottesdienst ging ein Festzug voran. Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick und Dekan Hans Roppelt, alle Amts- und Würdenträger und die Fahnenabordnungen der Vereine zogen unter den Klängen der Stadtsteinacher Blasmusik durch die Forstamtstraße, Hauptstraße und Marktplatz Richtung Kirchplatz, bevor es in die Pfarrkirche zum Festgottesdienst ging.

Vor Beginn des Gottesdienstes begrüßte Dekan Hans Roppelt die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern zu dem ganz besonderen Festgottesdienst 100 Jahre nachdem die Kirche Sankt Michael eingeweiht wurde. Neben dem Erzbischof Ludwig Schick und Kaplan Daniel Schuster wohnte auch Pfarrer Jerzy Wazny aus Polen, und die evangelische Pfarrerin von Stadtsteinach, Frau Kathrin Klinger der Zeremonie bei. Unter den weltliche Gästen konnte Geistlicher Rat Hans Roppelt die Dekanatsratsvorsitzende Margret von Schkopp, die Landtagsabgeordneten Wolfgang Hoderlein und Henry Schramm, Landrat Klaus Peter Söllner, die Altlandräte Herbert Hofmann und Hans Köstner, den Bezirksrat Robert Käß, Bürgermeisterin Anneliese von Ramin mit ihren Stadträten, den Architekten Bertold Hofmann und den Bildhauer Volkmar Kramer begrüßen. In Bezug auf den neuen Altar zeigte sich Pfarrer Hans Roppelt glücklich über den guten Entwurf und die Harmonie, die im Altarraum herrscht. Roppelt begrüßte weiterhin die Vertreter der Stadtsteinacher Vereine, der Bankinstitute, der Filialgemeinde aus Untersteinach und die Zuschauer im Caritas Altenheim und der Fachklinik Stadtsteinach, die per Fernsehübertragung dem Gottesdienst folgen konnten. Roppelt sprach seinen Dank an all diejenigen aus, die seit Beginn der Renovierungsarbeiten im Mai 2004 unermüdlich am großen Werk mitgewirkt haben. Im einzelnen nannte er den Kirchenpfleger, den Messner, den Bauausschuss, die Pfarrsekretärin, alle ehrenamtlichen Helfer, die Handwerker und zahlreichen Spender und Gönner. Im voraus bedankte sich Roppelt ganz herzlich bei den Mitwirkenden des Festgottesdienste, bei dem Kantoreichor unter Leitung von Christian Büttner, der Schola unter Leitung von Reinhold Rogen, der Jugendband unter Leitung von Silke und Klaus Oberkofler, dem Frauenchor unter Leitung von Marianne Hattinger sowie bei den Ministranten.

“Wir feiern die Werke Gottes und danken dafür, dass wir ein so schönes Gotteshaus besitzen“, so seine Einleitungsworte. Auch Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick lobte die gelungene Renovierung: „Alles strahlt und glänzt, die Kirche ist ein Haus für die Familie Gottes und dafür da, dass man sich darin wohl fühlt und eine gute Gemeinschaft pflegt.“ Prof. Dr. Ludwig Schick betonte, dass die Kirche im Erzbistum Bamberg lebendig ist, „wir reißen nicht ab, verkaufen nicht und wandeln auch nicht um, nein wir renovieren unsere Kirchen weil sie gebraucht werden. Viele Menschen setzen sich überall dafür ein, ein großes Dank dafür an alle! Gott will ein Fest mit uns feiern, nehmen wir diese Einladung an, so wird unser Leben freudiger und engagierter“, so die Überzeugung von Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick in seiner Predigt.

Höhepunkt des Gottesdienstes war natürlich die Weihe des neuen Altars und die Segnung des dazu passenden Lesepultes, dem Ambo.

Nach der Segnung des Ambos wurde an den Lektor das Lektionarbuch übergeben und die erste Lesung am neuen Ambo durchgeführt. Anschließend überreichte Erzbischof Schick an Pfarrer Hans Roppelt das Buch der Evangelien. Den Beginn des Weiheritus für den neuen Volksaltar bildete die Allerheiligenlitanei, die von der Schola und Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick angestimmt wurde, denn die Kirche Gottes besteht nicht nur aus ihren irdischen Gliedern, sondern auch aus jenen, die im Glauben schon vorangegangen sind. Nach der Litanei wurden in einer versiegelten Schatulle Reliquien der heiligen Märtyrer Clemens, Dignus und Maximus beigesetzt. Anschließend wurde der Altar mit Weihwasser besprengt, mit Chrisam, einer Paste aus Olivenöl und Balsam gesalbt, sowie Weihrauchstücke verbrannt. Ein intensives Weihegebet beendete den Weiheritus.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Regina Stumpf dankte dem Erzbischof für sein Kommen und überreichte als Erinnerungsgeschenk eine Kerze, die dem heiligen Sankt Michael gewidmet ist. Kirchenpfleger Rudolf Grass bedankte sich beim erzbischöflichen Ordinariat, sowie bei allen anderen Spendern und Gönnern für die großzügige Unterstützung. „Nach dem Brand von 1903 wurde die Kirche unter großem Einsatz wieder aufgebaut, dies ist uns eine Verpflichtung, unsere Kirche immer in Schuss zu halten“, so Rudolf Grass.

Mit einem gemeinsamen „Großer Gott wir loben dich“ und dem Schlusssegen durch die anwesenden Priester wurde der Gottesdienst beendet.

Im Anschluss an die feierliche Messe gab es auf dem Kirchplatz einen Sektempfang für alle Gottesdienstbesucher. Die Original fränkische Trachtenkapelle des Musikvereins Stadtsteinach unter Stabführung von Christoph Hohlweg intonierte zu ihrem traditionellen Kirchweihstandkonzert und alle Besucher wurden von Pfarrer Hans Roppelt aufgefordert, sich im Gästebuch einzutragen. Roppelt lud die komplette Gemeinde auch zum gemeinsamen Kaffeetrinken am Nachmittag ins Pfarrheim ein.

Auf einem Mittagsempfang im Anschluss an den Kirchweihgottesdienst wurden im Gasthof Hümmer neben schmackhaften Speisen auch die offiziellen Grußworte der Ehrengäste kredenzt. Landrat Klaus Peter Söllner, der auch im Namen der Stadt Stadtsteinach, den Altlandräten, den Landtagsabgeordneten und der Sparkasse Kulmbach-Kronach sprach, konstatierte, dass in Stadtsteinach Kirche und Gesellschaft miteinander verbunden ist. „Der heutige Tag ist ein strahlender und wunderschöner Tag im besten Sinne des Wortes, denn auch das Wetter spielt mit, was am Kirchweihwochenende in Stadtsteinach eine Seltenheit ist“, so der gut gelaunte Kulmbacher Landrat. Weiterhin bedankte sich Klaus Peter Söllner für den Besuch des Bischofs, „dies ist für uns eine Auszeichnung und Ehre gewesen und wir werden diesen herrlichen Gottesdienst wohl nie vergessen“. „Ich zolle Respekt und Anerkennung für das, was in den vergangenen 3 Jahren getan wurde, es ist ein wunderschönes Werk geworden, auf dass wir alle stolz sein können. Es ist jeden Tag wieder ein Erlebnis unsere Kirche zu betrachten und alle Beteiligten haben eine großartige Leistung vollbracht. Stadtsteinach hat mit diesem Bau bewiesen, dass es eine lebendige und starke Gemeinschaft ist, machen wir weiter so“, wünschte sich Landrat Klaus Peter Söllner. Zum Abschluss seiner Worte überreichte er noch eine Extraspende an die Kirchengemeinde zur Aufbesserung ihrer Finanzlage.

Auch Pfarrer Jerzy Wazny aus Polen zeigte seine Anerkennung für den Mut und die Entschlossenheit solch ein großes Werk zum Ruhm Gottes durchzuführen. Die beiden evangelischen Pfarrer Raimund Pretzer und Kathrin Klinger gratulierten den katholischen Brüdern und Schwestern zu solch einer prächtigen Kirche und bedankten sich herzlich, dass sie zu allen Festivitäten immer eingeladen werden. Die Ökumene wird in Stadtsteinach vor allem dadurch vorbildlich praktiziert, dass man den jeweils anderen so akzeptiert und annimmt wie er ist, bei den Gemeinsamkeiten aber auch bei dem Trennenden. Unter diesen Voraussetzungen pflegen die beiden Kirchengemeinden ein gutes und gedeihliches Miteinander. Raimund Pretzer unterstrich diese Gedanken folgendermaßen: „Wenn es um das Ganze geht, dann soll man einfach die Liebe Gottes sprechen lassen“. Pfarrerin Kathrin Klinger lud schon jetzt die katholischen Mitchristen dazu ein, zusammen das 100-jährige Jubiläum der evangelischen Christuskirche in zwei Jahren zu feiern.

Den Abschluss übernahm Architekt Berthold Hofmann, der im Namen der Planer und Handwerker, sowie des Künstlers Volkmar Kramer den Dank an die Bauherren in Versform zum Ausdruck brachte.

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Letzte Änderung: 18. Juli 2005
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